Gemeindeversammlungen Kirchberg im Dezember 2009
An der Dezember Einwohnergemeindeversammlung wird als Haupttraktandum jeweils das Budget des nachfolgenden Jahres beschlossen. Da kann noch nach altem demokratischem Recht bestimmt werden, wie hoch die Steuern werden dürfen. Selbstverständlich sind diese Budgets immer wieder Bestandteil der vorgängigen Parteiversammlungen, zusammen mit anderen wichtigen Geschäften, welche die Gemeinderäte den „Mitbürgerinnen und Mitbürgern“ zum Entscheid unterbreiten. Die Diskussion und Beratung der Finanzen bedeuten für die FDP/Die Liberalen eine angenehme Pflicht, die mit sachlicher Gründlichkeit erfüllt wird. Die nachfolgende Tabelle stellt die genehmigten Ergebnisse der beiden Gemeinden Kirchberg und Rüdtligen-Alchenflüh gegenüber
| Kirchberg | Rüdtligen- Alchenflüh | |
| Einwohnerzahl | 5'669 Personen | 2'192 Personen |
| Stimmberechtigte Personen | 3'972 Personen | 1'390 Personen |
| Total Aufwand 2010 | Fr. 26’361’050 | Fr. 8’849’210 |
| Total Ertrag 2010 | Fr. 25’651’050 | Fr. 8’705’960 |
| Budgetierter Aufwandüberschuss | Fr. 710’000 | Fr. 143’250 |
| Nettoinvestition 2010 | Fr. 4’252’000 | Fr. 839’700 |
| Eigenkapital | Fr. 1’000’000 | Fr. 3’170’973 |
| Gemeinde-Steueranlage | 1.44 | 1.35 |
| Liegenschaftssteuer vom amtlichen Wert | 1.0 ‰ | 1.2 ‰ |
Ein ausgewähltes Sachgeschäft aus Kirchberg
Mehr Platz für die Kirchberger Feuerwehr
Im Jahre 2003 schlossen sich die Feuerwehren von Kirchberg und Rüdtligen-Alchenflüh zusammen. Zu diesem Zeitpunkt war den Verantwortlichen klar, dass die dezentral vorhandenen Magazin-Standorte die Kaderleute bezüglich Führungs- und Einsatztaktik herausfordern werden. Ausrüstungen, Geräte und Mannschaftsgarderoben wurden schrittweise den erweiterten Aufgaben angepasst. Mittelfristig soll die Raumsituation für den Einsatz ab Magazin am Schulweg als Zentrale angemessen verbessert werden.
In einem ersten Ausbauschritt in diese Richtung wurde im Jahre 2006 auf der Südseite des bestehenden Gebäudes eine grössere Mannschaftsgarderobe angebaut.
Der soeben vorgelegte Ausbauschritt: Ein zweistöckiger Flachdach- Anbau auf der Ostseite! Im Erdgeschoss ist eine Fahrzeughalle mit Waschplatz und weiteren Infrastruktur-Räumlichkeiten vorgesehen. Im Obergeschoss sollen Kommando- und Mannschaftsräume entstehen. Die Baukosten sind auf Fr. 980'000.- berechnet wor-den. Grundsätzlich stehen für Investitionen der Feuerwehr die Mittel der Spezialfi-nanzierung zur Verfügung. Der Steuerhaushalt der Standortgemeinde Kirchberg würde demzufolge nicht belastet.


Wie beurteilte die Bevölkerung von Kirchberg im Vorfeld der Einwohnergemeindeversammlung vom kommenden Montag das Projekt?
- Der Gemeinderat, die Kommission für öffentliche Sicherheit und das Feuerwehrkommando sind vom zukunftsgerichteten Projekt und vom jetzigen Reali-sierungszeitpunkt voll überzeugt.
- Einzelne Gruppen finden das Projekt durchaus sinnvoll und angemessen. Sie halten jedoch fest, dass andere anstehende Projekte für die Gemeinde-Infrastruktur wichtiger sind. Die Behörden sollten den Realisierungszeitpunkt noch einmal gründlich überdenken.
- Eine andere Gruppe bemängelt die „gesteuerte“ Höhe der Baukosten von Fr. 980'000.-, wild dadurch eine Urnenabstimmung umgangen werde (Geschäfte ab 1. Million Franken).
- Es gibt aber auch Stimmen, die besagen, das Projekt sei gar nicht nötig. Weder in der Geräte- Stationierung und deren Instandhaltung, noch im Einsatz der Mannschaft seien seit dem Zusammenschluss der beiden Feuerwehren Mängel festgestellt worden.
Anlässlich der FDP- Parteiversammlung stellte sich heraus: Die Anwesenden bevorzugen das Urteil 2. Die Abstimmung anlässlich der Einwohnergemeindeversammlung vom 9. Dezember 2009 kam nach impulsiv gewalteter Diskussion ebenfalls zum gleichen Resultat! Der Gemeinderat und seine Fachberater haben jetzt den Auftrag, das Projekt aus terminlicher und sachlich notwendiger Sicht zu überprüfen.
Ein ausgewähltes Sachgeschäft aus Rüdtligen- Alchenflüh
Sanierung der öffentlichen Beleuchtung
Die über mehrere Jahre nach dem Stand der Technik schrittweise aufgebaute öffentliche Beleuchtung in der Gemeine Rüdtligen- Alchenflüh ist mit Quecksilberdampf-Lampen bestückt (weisses Licht), und das sowohl bei den Peitschenkandelabern als auch bei den Anlage- Pilzleuchten. Das sind alles grosse Stromfresser mit recht bescheidenen Lichteffekten. Die in die Jahre gekommenen Leuchten sollen ab kommendem Jahr bei allfälligen Defekten gezielt auf wirtschaftliche und ökologische Natriumdampflampen (gelbes Licht) umgerüstet werden. Der etwa 40% niedrigere Stromverbrauch wird noch durch tieferen Unterhaltskosten infolge längerer Brenn-Lebensdauer unterstützt. Es ist zudem zu erwarten, dass im EU- Raum in näherer Zukunft die Quecksilberdampfleuchten verboten werden.
Für die Umrüstung der bestehenden 80 Peitschenkandelaber und der 43 Pilzleuchten zusammen mit kleineren technischen Anpassungen belaufen sich die Kosten auf Fr. 130'000.-.
Das Projekt wurde von der Einwohnergemeindeversammlung einstimmig angenommen. (22.12.2009)





